Schulworkshop


Musikworkshop an Schulen: "How To Create Our Own Song"

Kurzbeschreibung:
Bei diesem Workshop wollen wir den TeilnehmerInnen in 6 Einheiten á 45 Minuten die Möglichkeit bieten, gemeinsam eigene Musik und eigene Texte zu erarbeiten und mit Hilfe von professionellem Tonstudio-Equipment aufzunehmen. Ziel ist es, alle individuellen Ideen in einem gemeinsamen Song zu verbinden. Die TeilnehmerInnen können sich in den drei Interessens-gruppen ProduzentInnen, InstrumentalistInnen und VokalistInnen mit ihren gemeinsamen Ideen und persönlichen Themen auseinanderzusetzen und werden vom Projektteam dabei unterstützt, ihre kreativen Fähigkeiten praktisch umzusetzen.

Grober Ablaufplan:

Erste Einheit: gemeinsames Aufbauen und Zusammenschließen des Equipments; Einschulung     in die Technik; Einschulung in das Computerprogramm; Kennenlernen; Musikhören
Zweite Einheit: Open Stage; Improvisation; Freies Ausprobieren und Erkundung der             Möglichkeiten des Equipments;         
Dritte Einheit: Aufteilung in drei Interessensgruppen: ProduzentInnen, InstrumentalistInnen,         VokalistInnen; Erarbeitung von eigenen Ideen und die Behandlung von persönlichen         Themen; Texte schreiben, Beats produzieren, Harmonien und Melodien komponieren

Vierte Einheit: Umsetzung aller eigenen Ideen; Aufnahme der Musik und Texte
Fünfte Einheit: Reflexion der Aufnahmen; Mixing und Editing; Aus- und Verbesserungen         einarbeiten
Sechste Einheit: Export und Speicherung des Songs als Audiodatei; Überlegung der weiteren         Verwendung/Veröffentlichung des Songs; (Auf-)Klärung rechtlicher Fragen

Zeitliche Rahmenbedingung:
6 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten. Die Länge der verschiedenen Workshopeinheiten und die jeweiligen Pausen sollen individuell gestaltet werden, damit die Tätigkeiten im Projekt ineinandergreifen und ohne Unterbrechung ineinander übergehen können.

Equipmentliste des Projektteams:
Computer mit Aufnahmesoftware, Lautsprecher, Mikrofone, Verkabelung, Midi-Instrumente

Equipmentliste der Schule:
Instrumente, Stromversorgung, Schreibmaterialien, Beamer, Internetverbindung

Detaillierte Beschreibung der einzelnen Einheiten:

Einheit 1: Aufbau des Equipments und Einschulung in die Verwendung der Technik
In der ersten Einheit bauen wir gemeinsam das Equipment auf. Wir verkabeln alle Komponenten und gestalten den Raum so, dass er als Tonstudio taugt. Wir Teilen den Raum in „zwei Hälften“. Ein Bereich dient zum Aufnehmen (Computer, Mikrofone, Instrumente) und der andere Bereich zum Songwriting (Einzel- oder Gruppenarbeit, Schreibmaterialien). Während wir das machen, können wir uns gegenseitig kennenlernen und uns gegenseitig unsere Lieblingsmusik vorspielen.

Ziel der Einheit ist es, den TeilnehmerInnen einen groben Überblick über die Möglichkeiten der nächsten Stunden zu geben.

Fragen/Themen, die bei den Tätigkeiten geklärt werden können:
Der Weg von der Klangerzeugung (Stimme, Instrument) durch die Mikrofone, die Kabeln, die Vorverstärker, den Computer, das Aufnahmeprogramm bis zu den Lautsprechern. Wie funktionieren die einzelnen Komponenten? Was muss man dabei beachten?
Wie können wir uns eine angenehme Atmosphäre schaffen?
Was benötigen wir, um möglichst viel Kreativität zu erzeugen?
Worin liegen unsere Musikalischen Interessen?
Welche Musik würden wir gerne selber machen?
Gibt es Gemeinsamkeiten/Unterschiede im Musikgeschmack?
Wie können wir alle unsere Musikalität einbringen?

Einheit 2: Open Stage


In der zweiten Einheit können die TeilnehmerInnen das gesamte Equipment erforschen und ausprobieren. Sie können in Mikrofone sprechen/rappen/singen/schreien, (Midi-)Instrumente spielen und den Computer und das Aufnahmeprogramm bedienen. Alle Ideen werden aufgenommen, ohne sie dabei zu beurteilen.

Ziel der Einheit ist, dass die TeilnehmerInnen alle Möglichkeiten des Projektes ohne Vorgaben oder konkrete Ziele ausprobieren können - einfach drauf los.

Fragen/Themen, die bei den Tätigkeiten geklärt werden können:
Wie schaffen wir einen angenehmen Raum für Improvisation, in der jede Idee erlaubt ist?
Wie können wir uns gegenseitig motivieren, etwas auszuprobieren?
Wie schaffen wir es, nicht über die Ideen von anderen zu urteilen?
Wie können wir uns Rückmeldungen geben, ohne jemanden auszulachen?
Wie drücken wir Kritik so aus, dass es unser Gegenüber versteht?
Was ist erlaubt? Beschimpfungen? Schimpfwörter? Mobbing? persönliche Erfahrungen?
Wie klingt meine eigene Stimme im MIkrofon und im Kopfhörer?
Was können wir alles aufnehmen?

Einheit 3: Rollenverteilung
In der dritten Einheit können sich die TeilnehmerInnen in drei Interessensgruppen aufteilen:
ProduzentInnen, InstrumentalistInnen, TexterInnen/SängerInnen. Ob sie alleine, zu zweit, oder in der Gruppe arbeiten wollen ist jedem freigestellt.

Ziel der Einheit ist es, dass sich die TeilnehmerInnen auf einen für sie interessanten Teilbereich der Songproduktion konzentrieren und erlernen, die eigenen Ideen auszufeilen und umzusetzen.

Fragen/Themen, die bei den Tätigkeiten geklärt werden können:
Produzenten: Wie drücke ich Stimmungen in der Musik aus? Welches Tempo, welche Harmonien? Wie kann ein Song traurig, nachdenklich, fröhlich, motiviert, ausdrucksstark, langweilig, aggressiv, grob usw. klingen? Wie mache ich das am Computer?
Instrumentalisten: Wie drücke ich die oben genannten Gefühle am Instrument aus? Wie klingt ein Instrument, wenn man es aufnimmt? Welche Aufnahmetechniken gibt es?
Vokalistinnen: Welche Themen können behandelt werden? Welche Sprache verwendet man dafür? Welche Worte wählt man dafür? Welchen Ausdruck verwende ich dafür? Welche Stimmlage? Wie forme ich einen passenden Ausdruck in meiner Stimme? Welche Melodie wähle ich für den Text?
Wie können wir uns gegenseitig unterstützen?
Gibt es ähnliche Ideen, die wir gemeinsam ausarbeiten können?
Fällt es mir leichter, eigene Ideen auszudenken oder anderen bei ihren Ideen zu helfen?
Dürfen sich andere in meine Ideen einmischen?

Einheit 4: Umsetzung/Aufnahme
In der vierten Einheit können die TeilnehmerInnen all ihre Ideen umsetzen. Als erstes komponieren die ProduzentInnen den Rhythmus des Songs. Danach nehmen die InstrumentalistInnen ihre Harmonien und Melodien dazu auf. Zum Schluss sprechen/rappen/singen die Vokalistinnen ihre Texte dazu. 

Ziel dieser Einheit ist es, alle Ideen der TeilnehmerInnen umzusetzen und zu einem gemeinsamen Song zusammen zu bringen. Die TeilnehmerInnen sollen die Zeit bekommen, ihren Part bei Bedarf auch mehrmals aufzunehmen, so dass jeder mit seiner Darbietung zufrieden ist.

Fragen/Themen, die bei den Tätigkeiten geklärt werden können:
Wie können wir all unsere Ideen zusammenbringen?
Wie können wir eigene Ideen mit anderen verbinden?
Wie können wir mit unseren Ideen auf die von anderen eingehen?
Wie gehen wir mit Kritik zu unserer Leistung um?
Wann sind wir mit unserer Leistung zufrieden?
Wie bauen wir unsere Ideen in eine gemeinsame Songstruktur ein?
Unterstützen sich unsere Ideen?
Gibt es Ideen die nicht zusammenpassen?
Wie können wir uns gegenseitig mit unseren Ideen unterstützen?

Einheit 5: Mixing/Reflexion
In der fünften Einheit können die TeilnehmerInnen ihre Aufnahmen anhören und reflektieren.
Die Aufnahmen können am Computer noch gemixt und editiert werden, so dass jede Performance  auf das selbe Niveau (Lautstärke, Verständlichkeit) gebracht wird.  Die TeilnehmerInnen können sich gegenseitig Rückmeldungen geben und Verbesserungsvorschläge ausarbeiten.

Ziel dieser Einheit ist es, einen Überblick über alle aufgenommenen Parts und dadurch ein Gefühl für den gemeinsamen Song zu bekommen. Mit Tipps und konstruktiver Kritik können die TeilnehmerInnen noch Änderungen vorschlagen.

Fragen/Themen, die bei den Tätigkeiten geklärt werden können:
Wie gehen wir mit Kritik um?
Wie können wir Kritik geben, so dass sie unser Gegenüber versteht?
Wie können wir so Kritik geben, dass wir uns gegenseitig nicht beleidigen, sondern motivieren uns zu verbessern?
Wie können wir Tipps und Verbesserungsvorschläge formulieren?
Welche neuen Ideen entstehen durch unsere Zusammenarbeit?

Einheit 6: Letzte Edits, Export des Songs
In der letzten Einheit können etwaige Änderungs-/Verbesserungsvorschläge der TeilnehmerInnen eingearbeitet werden. Wenn Alle das OK geben, wird der Song als Audiodatei exportiert und gespeichert. Die TeilnehmerInnen können dann gemeinsam vereinbaren, was mit dem Song passiert. Abschließend (je nach verfügbarer Zeit) soll der Workshop frei ausklingen. Die TeilnehmerInnen können noch weitere Songs gemeinsam aufnehmen, Musik hören oder weitere Pläne schmieden.

Ziel dieser Einheit ist es, den Workshop so zu Ende zu bringen, dass alle TeilnehmerInnen das Gefühl bekommen, etwas gemeinsames geschaffen zu haben. Mit dem Export der Audiodatei kommt das Projekt zu einem fertigen Ergebnis, das sich jeder auf sein Handy oder einen USB-Stick speichern kann. Das Projekt kann dadurch auch nach aussen weiterverbreitet und mit anderen geteilt werden.

Fragen/Themen, die bei den Tätigkeiten geklärt werden können:
Darf der Song mit anderen geteilt werden?
Gibt es jemanden, der das nicht will?
Welche Gesetze und Bestimmungen gibts es zum Urheberrecht?
Welche Musiknutzung/Veröffentlichung ist illegal?
Wie veröffentlicht man offiziell einen Song?
Wann ist eine Idee „gut genug“, um veröffentlicht zu werden?
Welche Möglichkeiten gibt es bei der Veröffentlichung?
Stimmt jeder einer Veröffentlichung zu?
Gibt es noch weitere Pläne für das Projekt?
Gibt es neue Ideen, die bei dem Workshop entstanden sind?

(VerfasserIn: Andreas & Katharina Klinger-Krenn, Feb. 2017)

Konzept

1. Kurzbeschreibung:

Das Musikprojekt bietet Jugendlichen durch einen kostenlosen und niederschwelligen Zugang die Möglichkeit, musikalischen Output umzusetzen und bestehende musikalische Ideen mit professionellem Equipment zu verwirklichen. Der Fokus des Projekts liegt auf dem Prozess des Aufnehmens und der Produktion von Songs. Mit Hilfe von mobilem Studioequipment werden bei Projektterminen bestehende Ressourcen in der Lebenswelt der Jugendlichen aufgegriffen, genutzt und weiter ausgebaut. Das Projekt bietet Jugendlichen einen Raum, in dem sie musikalisch kreative Ideen in einem professionellen Rahmen erarbeiten, ausprobieren, umsetzen, aufnehmen und mit Gleichgesinnten austauschen können. Dadurch soll es den Jugendlichen ermöglicht werden, ihr Selbstvertrauen und ihre sozialen Fähigkeiten zu stärken.

2. Projektteam:

Katharina und Andreas Klinger-Krenn halten die Projekttermine ab und stellen die technische Grundausstattung (siehe unten) zur Verfügung. Sie stehen unterstützend zur Seite und geben den Jugendlichen Tipps, wie sie ihre musikalischen Ideen erarbeiten und selbständig umsetzen können. Ihr Ziel ist es Schlüsselpersonen unter den Jugendlichen zu finden, die bereit sind gemeinsam die Projekttermine zu organisieren und zu gestalten.

3. Zielgruppe:

Die Zielgruppe des Musikprojektes stellen Jugendliche im Alter von 12 bis 25 dar. Die Altersbegrenzung orientiert sich an den jeweiligen Umsetzungsorten und wird vor Ort bedarfsorientiert abgestimmt. Darüber hinaus versucht das Projekt alle Bezugspersonen von Jugendlichen mit einzubeziehen. So können Freunde, Verwandte, LehrerInnen, BetreuerInnen u.Ä. die Jugendlichen begleiten und gemeinsam Projekttermine gestalten.

4. Musikalische Orientierung:

Die ProjektteilnehmerInnen bestimmen, welches musikalische Genre produziert wird. Je nach technischer Ausstattung kann es sich dabei um Gesangsperformances (Rap, Popsongs, Covers) oder Instrumentenaufnahmen im Bandsetup (Pop-/Punk-/Rocksongs) handeln. Das eigene Songwriting steht dabei immer im Vordergrund (eigene Texte, eigene Beats, eigene Melodien, eigene Harmoniearrangements).

5. Räumliche Voraussetzung:

Es sollte ein eigener Raum vorhanden sein, in dem Equipment (siehe technische Voraussetzungen) und bis zu 10 Personen Platz finden. Der Raum stellt einen geschützten Platz für die persönliche Kreativität dar und soll genügend Platz für Gruppentermine bieten. 

Gibt es keinen separaten Raum, so sollte der Schwerpunkt des Geschehens auf dem Musikprojekt liegen und von Ablenkungsmöglichkeiten unabhängig sein. Der Raum muss einfach und barrierefrei zugänglich sein, um einen spontanen und regen Austausch zwischen den Jugendlichen zu ermöglichen. 

Mit Hilfe von mobilem Recordingequipment können Projekttermine auch outdoor in Parks und auf öffentlichen Plätzen abgehalten werden.

6. Technische Voraussetzung:

Die Grundausstattung für Indoortermine umfasst:

  • Tisch
  • Stromversorgung
  • WLAN-Verbindung
  • Monitorboxen
  • Kopfhörer
  • Computer mit Aufnahmeprogramm, Sound- und Songbibliotheken
  • Interface
  • Mikrofon
  • Verkabelung

Die Grundausstattung für Outdoortermine umfasst:

  • mobiles Aufnahmegerät mit Akku-/Batteriebetrieb
  • Mikrofon u Verkabelung
  • Kopfhörer
  • Sound-/Beatbibliothek

Eine weiterführende Ausstattung wäre (nach Bedarf und Interesse der TeilnehmerInnen):

  • Musikinstrumente für Bandsetup (Schlagzeug, Bass, Gitarre, (midi-)Keyboard)
  • Schalldichter Aufnahmeraum (Eigenbau)
  • zwei bis vier weitere Mikrofone 

7. Zeitliche Voraussetzung:

Pro Person oder Gruppe wird eine halbe Stunde einberechnet. Die Dauer der Projekttermine ist mit zwei Stunden fixiert und je nach Bedarf (z.B. Voranmeldung, hohe Nachfrage) verlängerbar.

8. Projektziele:

Das Projekt bietet Jugendlichen eine kostenlose Möglichkeit, um ihre musikalischen Ideen in einer professionellen Tonstudioaufnahme zu verwirklichen. 

Das Projekt fördert die Vernetzung unter den Jugendlichen. Dadurch werden Schlüsselpersonen gefunden, die ihre Expertise in den Projektterminen weiter ausbauen und den anderen Jugendlichen zur Verfügung stellen. Ziel des Projektes ist es, dass die Jugendlichen ihre Projekttermine selbständig durchführen können und das Know-How der ProjektmitarbeiterInnen dafür nutzen.

Es soll keine Voraussetzungen seitens der Jugendlichen notwendig sein, um das Angebot des Projektes nutzen zu können. Sie sollen je nach Interesse und Können eigene Ideen einbringen und diese durch Ausprobieren und Experimentieren umsetzen.

Das Projekt fördert die Selbstakzeptanz durch das Vertrautwerden mit den eigenen musikalischen Fähigkeiten und der eigenen Stimme. Es stärkt den Selbstwert, in dem musikalische Fähigkeiten erlernt und eigene Ideen vor anderen präsentiert werden.

Im Songwritingprozess stehen Selbstreflexion und Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie durch die Verarbeitung persönlicher Themen im Mittelpunkt. Die Studiosituation stellt dabei einen geschützten Raum dar, in dem die ProjektteilnehmerInnen je nach eigener Befindlichkeit ungestört ihre Gedanken und Erlebnisse einbringen und reflektieren können.

Durch Rücksicht und Zusammenspiel beim Musizieren mit anderen können Jugendliche Gleichgesinnte kennenlernen und gemeinsam an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten. Die Notwendigkeit der gegenseitigen Reflexion, Kritik und Unterstützung stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und motiviert die Jugendlichen, sich für eine gemeinsame Sache zu engagieren.

Bei der Kommunikation mit anderen über die eigenen Ideen und die eigene Produktion werden Toleranz und Kritikfähigkeit geschult. In der gemeinsamen Reflexion werden der Umgang mit Aggression, Verherrlichung von Gewalt, Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus u.Ä. thematisiert und diskutiert.

Das Projekt ermöglicht Jugendlichen durch die gemeinsame Kreativität eine Akzeptanz für Andersdenkende und -fühlende aufzubauen und sich für Fremdes (Kultur, Sexualität, Anschauungen) zu interessieren und sich untereinander darüber auszutauschen.

Die Jugendlichen erhalten am Ende jedes Projekttermins ihre Aufnahmen in Form von Audiodateien als Produkt und können damit auch außerhalb der Projekttermine und des Projektortes agieren. Dadurch erreicht das Projekt eine Vielzahl an außenstehenden Personen und kann als Sprachrohr für Jugendliche funktionieren.

Durch die Vernetzung und Kooperation mit anderen Jugendlichen und Institutionen können weitere Ressourcen nutzbar gemacht werden. Mit den Informationen und der Bekanntmachung des Projektes kann Lobbyarbeit für die Jugend betrieben werden. Durch ein reges Interesse der Jugendlichen an dem Projekt und der steigenden Anzahl an Erstkontakten kann die Motivation der Jugendlichen für das Jugendzentrum genutzt werden, um weitere Ressourcen für das Jugendzentrum zu erschließen (z.B. bauliche Maßnahmen mit Hilfe der Jugendlichen, weitere Projektangebote durch vermehrte TeilnehmerInnenzahl)

9. Ablauf von Projektterminen:

- Aufbau des Equipments
- zeitliche Planung: Absprache der ProjektteilnehmerInnen von Reihenfolge und Dauer der jeweiligen Aufnahmen
- individuelles Vorbereiten auf die Aufnahmen
- Durchführung und Produktion der Aufnahmen
- Besprechung und gemeinsames Durchhören der Aufnahmen
- Speicherung und Export der Aufnahmen

10. Veröffentlichung/Speicherung:

Jede Aufnahme wird als eigene Datei mit dem jeweiligen Namen und Datum gespeichert (z.B. 20160925_Andreas_Popsong) und ist somit jederzeit erneut abrufbar. Dadurch kann längerfristig an einzelnen Songs gearbeitet werden und es entsteht ein nachhaltiger Kontakt zu den Einzelpersonen. Weiters liegt ein genaues Ergebnis vor, wie viele Jugendliche das Projekt genutzt haben und wie viele Songs/Produkte daraus entstanden sind. 

Die Jugendlichen können ihre Aufnahmen am Ende jedes Projekttermines als Audiodatei exportieren, mit nach Hause nehmen, es anderen zeigen oder zu Hause damit weiter üben. 

Wird bei der Aufnahme mit urheberrechtlich geschütztem Material gearbeitet, werden die Jugendlichen auf die rechtliche Lage hingewiesen und mit dem Umgang von Rechten an geistigem Eigentum geschult.

Weiteres kann, wenn es die Jugendlichen wünschen, ein Sharedspace eingerichtet werden, wo sich die Jugendlichen online ihre Aufnahmen austauschen können.

11. Mögliche Schwerpunkte für Projekttermine:

- nur für Mädchen
- Altersbeschränkung (nur 10-12, nur 18+)
- Mobiles Studio / Outdoortermine
- Themenschwerpunkte
- Schule/Hausaufgaben/Referate/Interviews
- Workshops durch ExpertInnen (RapperInnen, SängerInnen, Instrumentalisten, ProduzentInnen)

12. Öffentlichkeitsarbeit:

Um das Projekt und die musikalischen Ergebnisse der Jugendlichen der Öffentlichkeit zu präsentieren, können die zugänglichen Ressourcen der örtlichen kreativen Szene genutzt werden. Es können Radioshows in freien Radios aufgezeichnet werden, es können Interviews mit lokalen Medienpartnern organisiert werden und vor Allem Auftrittsmöglichkeit für die Jugendlichen gefunden werden.

Weiters kann das Projekt in Form von Outdoorterminen bei Stadt-, Nachbarschafts-, oder Siedlungsfesten teilnehmen.

13. Projektabgrenzung:

- Das Projekt dient nicht zur Begleitung von Karrierewünschen von MusikerInnen. 
- Das Projekt enthält sich jeder Gewinnorientierung. Es beteiligt sich an keiner kommerziellen Verwertung der Produkte.
- Das Projekt bietet keine Plattform für bereits professionell arbeitende KünstlerInnen, außer sie stellen ihr Know-How den Jugendlichen zur Verfügung (z.B. in Form von Workshops).
- Das Projekt bietet keine Einzelfallarbeit im Sinne der Jugendwohlfahrt. Das Projekt soll als Anlaufstelle für Jugendliche dienen und kann je nach Bedarf weitervermitteln. 

14. Budget:

Das Projekt wird ehrenamtlich auf Honorarnotenbasis von den ProjektmitarbeiterInnen mit der dafür notwendigen technischen Grundausstattung betrieben. Dadurch ist es möglich unabhängig von Finanzgebern den Bedarf des Projektangebotes vor Ort zu ermitteln und zu belegen.

Im Falle finanzieller Fördermöglichkeiten durch Kooperationspartner sollen damit weitere Ressourcen (technisches Equpiment, bauliche Maßnahmen, Instrumente) für die Projekttermine erschlossen werden. 

Bestätigt eine hohe TeilnehmerInnenzahl den Bedarf des Projektes, soll ein Konzeptplan zur Durchfinanzierung des Projektes erarbeitet und bei den zuständigen Institutionen und Fördergeldgebern eingereicht werden.

Berichte
Umsetzungsorte
Flyer

die Fotogallerie links zeigt die aktuellen flyer (download: rechtsklick)